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Jobsuche

Eine Bewerbung um eine freie Stelle oder auch eine Initiativbewerbung ist Werbung in eigener Sache, Werbung im Wettbewerb um einen Arbeitsplatz.

Deshalb stellt sich zunächst die Frage, ob und wann sich arbeitsuchende Menschen mit Asperger-Syndrom "outen" sollen.

Wie jede "Behinderung" wird auch das AS zunächst als Nachteil (auch als Wettbewerbsnachteil) wahrgenommen. Deshalb sollte das "Outen" nie ohne ergänzende Informationen über die speziellen Fähigkeiten des Menschen mit AS geschehen.

Grundsätzlich gilt es abzuwägen, ob ein Verschweigen nicht größere Nachteile mit sich brächte als das "Outen", insbesondere wenn man dadurch die Vorteile verschweigt, die der Arbeitgeber hätte, aber die Missverständnisse nicht verschweigen kann, die sich beim ersten persönlichen Kontakt ergeben können.

Es wird zunächst auf die Art der beworbenen Stelle ankommen. Kann der Arbeitsuchende mit einem überdurchschnittlichen Spezialwissen punkten und sich z.B. mit ausgezeichneten Ausbildungsergebnissen in einem hochspezialisierten Bereich bewerben, dann wird ein "outing" wahrscheinlich gar nicht nötig sein. In einigen Berufen wird ein etwas "anderes" Verhalten beim Vorstellungsgespräch auch gar nicht auffallen bzw. als dieser Berufsgruppe zugestandene Exzentrik aufgefasst.

Der Regelfall des Arbeitsuchenden mit AS ist aber einer unter vielen, die für die Stelle in Frage kommen. Da muss man überlegen, ob man mit seinen speziellen "Aspie-Fähigkeiten" (wie z.b. Genauigkeit, Ausdauer, Routine-Eignung) punkten kann, was ein frühzeitiges "outing" vielleicht doch ratsam macht.

Da aufgrund der Kommunikationsprobleme bereits bei der telefonischen Terminvereinbarung, spätestens aber beim Vorstellungsgespräch vermutlich das "Anders-sein" auffallen kann, scheint ein rechtzeitiger Hinweis auf das Asperger-Syndrom verbunden mit einer Information über die speziellen Fähigkeiten des Bewerbers um die Stelle sinnvoll.

Bei einer Initiativbewerbung ohne ausgeschriebene Stelle kann die Information über die speziellen Fähigkeiten wie Ausdauer, Routine-Eignung, Detailgenauigkeit ebenfalls sinnvoll sein. Kann sie doch den potentiellen Arbeitgeber überhaupt erst auf die Idee bringen, durch das Abziehen von bei anderen Mitarbeitern ungeliebten Routine-Tätigkeiten und die Schaffung eines speziellen Arbeitsplatzes dafür eine sinnvolle und für ihn selbst vorteilhafte Umstrukturierung vorzunehmen.

Bei einem Feststellungsbescheid von 50% Behinderung kann eine Aufklärung des Arbeitgebers über eventuelle staatliche Förderungen zur Schaffung des Arbeitsplatzes oder zum Ausgleich für etwaige AS-bedingte zeitaufwändigere Arbeitsanweisungen (z.B. dezidierte Prioritätensetzung, Aufklärung der Kollegen) ebenfalls ein "Verkaufsargument" sein.

 

Grundsätzliches
Stärken und Fähigkeiten
Lösbare Probleme
Geeignete Arbeitsplätze
Arbeitsbedingungen
Vorteile für den Arbeitgeber
An potentielle Arbeitgeber
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Vorstellungsgespräch
Ausbildung
 
 

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