Ben X

Die Geschichte eines Jugendlichen, der etwas anders ist als die anderen (Asperger-Syndrom und hochbegabt) und seines Kampfes in der virtuellen und realen Welt in einer furiosen Mischung aus Online-Game und Realfilm.

Die Geschichte eines besonderen Menschen.
Die Geschichte der anderen, die nicht verstehen und das, was sie nicht verstehen, zerstören oder wenigstens ignorieren - nicht sehen - wollen.
Die Geschichte der wenigen, die trotz Unverständnis dennoch MIT-Menschen sein wollen und nicht GEGEN-Menschen (wie der Held es selbst ausdrückt)
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Filmstart in Österreich: 22.5.2008

Ben ist anders. Er lebt in seiner eigenen Welt, in der er in seinem liebsten Onlinespiel „Archlord“ Heldentaten besteht. Er spielt es, wann immer er kann und ist bereits auf Level 80, was – wie er sagt – sehr viel ist und ihm Anerkennung bring. Mit seiner Internetgefährtin Scarlite meistert er alle Herausforderungen und Gefahren, die ihn in der realen Welt überfordern. Der harte Alltag in der Schule ist für den verschlossenen Außenseiter eine tägliche Höllenqual. Immer wieder wird er von seinen Mitschülern gemobbt und tyrannisiert.

Der Zuseher bekommt Einblicke in den realen Terror, die mit gekonnten Überblendungen in die virtuelle Welt des „Archlord“ gleichzeitig zur Einblicken in Bens Welt werden.

Irgendwann bekommt sein Anderssein eine Diagnose: Asperger-Syndrom. Dennoch geht es weiter wie bisher. Der Zuseher erlebt das Mobbing (ein noch milder Ausdruck für die bedrückenden Quälereien) hautnah mit. Er erlebt ebenso hautnah wie auch gutwillige Mitmenschen machtlos sind, nichts dagegen unternehmen können.

Als seine "Mitschüler" Filmmitschnitte und Fotos seiner Demütigungen ins Internet stellen, fasst Ben einen verzweifelten Plan: Er will Schluss machen. Game Over. Da tritt das Mädchen aus dem Onlinespiel in sein Leben. Sie macht ihm klar, dass ein „Level-80-Spieler“, sich keinesfalls banal vor einen Zug werfen kann. Das Endspiel für einen solchen kreativen Helden muss schon etwas Besonderes – auch Kreatives - sein.

Gemeinsam mit seiner Heilerin – wie sich Scarlite nennt - finden sie einen ungewöhnlichen Weg aus diesem Teufelskreis Angst, Flucht und Terror. Dieser Weg, den auch seine Eltern mitgehen, macht Mut, ersetzt Selbstaufgabe durch Selbstbehauptung. Um diesen Weg zu gehen lernt er sogar das, was er bisher nie gekonnt hat und was ihm schwer fällt: Lügen, wenn es sein muss.

Der gekonnt inszenierte Wechsel zwischen realer und virtueller Welt reißt den Zuseher in seinen Bann und lässt ihn in Bens Welt eintauchen, hilft ihn zu verstehen.

Ben X ist das rasant inszenierte Regiedebüt des belgischen Schriftstellers Nic Balthazar, der damit sein eigenes Jugendbuch „Nichts war alles, was er sagte“ verfilmt hat. Mit seiner furiosen Mischung aus Realfilm und Onlinespiel ist BEN X der erfolgreichste flämische Film der letzten Jahre und setzt derzeit weltweit zu einem sensationellen Siegeszug auf Filmfestivals an. Auf dem Montréal World Film Festival 2007 wurde BEN X gleich mehrfach ausgezeichnet. In den Hauptrollen brillieren Greg Timmermans, der damit sein vielversprechendes Kinodebüt gibt, sowie die bezaubernde Laura Verlinden.

Siehe auch kinofenster.de